Die Galerie

28. April bis 10. Juni 2017

Undine 1 blau-gelb

Margit Grüger – Das Undine-Projekt. Farbholzschnitte

Undine ist der Sage nach ein weiblicher Wassergeist, eine Nymphe, die erst dann eine Seele bekommt, wenn sie sich mit einem Menschen vermählt. Einem untreuen Gatten bringt die Undine jedoch den Tod. Die Figur der Undine stammt aus der Stauffenberger-Sage, der Stoff ist wohl um das Jahr 1320 entstanden.
Margit Grüger, deren Undinen-Zyklus unsere Ausstellung zeigt, wurde zur Auseinandersetzung mit dem Thema durch Ingeborg Bachmanns Erzählung „Undine geht“ aus dem Jahr 1961 angeregt. Die Wasserfrau Undine ist bei Ingeborg Bachmann eine geistig unabhängige, selbständige Muse, die die Männer versteht, und zu der diese sich hingezogen fühlen.

O.T. 6

Im Kabinett

Ludwig Gebhard (1933 bis 2007) - Konstruktivistische Grafik

Manchen Künstler entdeckt man erst spät – kein Grund, solch ein wuchtiges grafisches Werk wie das des 1933 in Tiefenbach/Oberpfalz geborenen Ludwig Gebhard nicht auch jetzt – zum 10. Todestag – gebührend zu würdigen.
Gebhard arbeitete konstruktivistisch und in enger Verbindung mit dem Begründer der Konkreten Poesie, Eugen Gomringer. Unsere Ausstellung zeigt einen konzentrierten Ausschnitt konstruktivistisch aufgefasster Stillleben in kräftigen Farben, eine völlig eigenständige Position in der westdeutschen Nachkriegskunst.