Buchtipps

Ko Machida Vom Versuch, einen Glücksgott loszuwerden

Empfohlen von Oliver Fründt

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In Ko Machidas zwei langen Geschichten kann man sich vorstellen, was aus diesem Sentaro in „Kirschblüten und rote Bohnen“ ohne seinen Imbiss geworden wäre…

In „Vom Versuch, einen Glücksgott loszuwerden“ versuchte ein sympathischer, aber restlos gescheiterter Typ eine kleine Statue von diesem Glücksgott loszuwerden, weil sie ihn schon immer nervt und außerdem nicht mal richtig steht. Es ist gar nicht so leicht, denn so etwas schmeißt man nicht einfach weg…

In „Flussbettlibrett“ versuchen ein abgehalfterter Schauspieler und sein „Manager“ einen Film zu drehen. Verzweiflung, Melancholie, Situationskomik und immer mal ein kräftiger Schluck Sake können dabei nicht ausbleiben.


Ko Machida ist in Japan als Schriftsteller, Punk-Rocker und Schauspieler bekannt – ob abgehalftert oder nicht, weiß ich nicht. Leider auch nicht, ob Ko oder Machida der Vor- oder der Nachname ist. Sei‘s drum…


Ein schönes Buch für Leser, die das Schräge schön finden! Bukowski aus Japan vielleicht (vielleicht auch nicht).


Der wunderbare kleine Cass-Verlag übersetzt und verlegt japanische Literatur, und macht sehr schöne Bücher mit eigens dafür hergestellten Covern mit Zeichnungen oder Holzschnitten deutscher und japanischer Künstler. – Hier lohnt sich ein Blick unter den Schutzumschlag allemal!
(Für mehr: www.cass-verlag.de)

(Mai 2016)

Ko Machida / Vom Versuch, einen Glücksgott loszuwerden

Zwei Erzählungen.
Aus dem Japanischen von Katja Cassing und Jürgen Stalph,
Cass-Verlag

22.00 €