Buchtipps

Astrid Rosenfeld Zwölf Mal Juli

Empfohlen von Oliver Fründt

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Zwölf skurrile Begegnungen an zwölf denkwürdigen Tagen. Begegnungen der dritten Art – mit großer Leichtigkeit erzählt, und auch leicht verstörend.

Irgendwann war er einfach verschwunden. Jakob. Ein paar Wochen später schrieb er eine Mail: Bin in Nairobi, Du wirst mich verstehen. Juli verstand gar nichts. Und jetzt, damit beginnt die Geschichte, schreibt er ihr, daß er in zwölf Tagen komme. „Bist du da?“

An diesen Tagen hat sie eigenartige, schräge, auf ihre Weise bedeutsame Begegnungen mit verschiedenen Menschen. Nachbarn, ein Teenager auf einer Party, ein Polizist, der etwas von ihr will, mit einer Fremden.

Und mit einer toten Taube, die ihr ein Zeichen zu sein scheint. Immer wieder taucht ein Junge auf, der mit ihr diese Botschaft finden will.


Astrid Rosenfeld erzählt genau, lässig und mit einer pointierten Sprache von dieser Juli. Die ist eine überwache, hochsensible, sehr eigene Figur mit einer leicht schrägen Wahrnehmung von den Dingen, Menschen und sich selbst.
Hoffentlich bringen diese zwölf Tage sie weiter, so daß die Begegnung mit diesem Jakob sie nicht noch mehr verwirrt als sein Verschwinden und wieder nicht auftauchen…

„Zwölf Mal Juli“ ist ein sehr schönes Buch. Bitte lesen! Und der empfindsamen Freundin schenken.

Astrid Rosenfeld / Zwölf Mal Juli

Diogenes Verlag, 2015

20.00 €