Buchtipps

Chimamanda Ngozi Adichie Liebe Ijeawele… Wie unsere Töchter selbstbestimmte Frauen werden

Empfohlen von Oliver Fründt

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Zum Weltfrauentag am 8.März 2017 hat mir Hans-Jürgen Balmes vom Fischer Verlag dieses großartige und wichtige kurze Buch geschenkt (ein Mann einem Mann!).

Chimamanda Ngozi Adichie, die Autorin des Romans „Americanah“ (Sie erinnern sich bestimmt!), schreibt in einem langen Brief an eine Freundin in 15 Vorschlägen darüber, wie man ein kleines Mädchen feministisch erziehen kann. Was hier nichts anderes meint als zu einer selbstbestimmten Frau.

Ihre Thesen sind kurz, knackig und universell von Bedeutung:
angefangen davon, dass die Mutter sich durch die Geburt nicht (auch selbst) auf die Mutterrolle reduzieren sollte („Sei eine vollständige Person“),
dass beide Eltern gemeinsam die Versorgung und Erziehung der Kinder übernehmen sollen („Tut es gemeinsam“),
über Warnungen vor überhaupt „Geschlechterrollen“ oder vor „Feminismus light“,
Hinweisen dazu, Sprache zu hinterfragen, die Bedeutung des Aussehens nicht zu übertreiben –
insgesamt einfach das „Rüstzeug, um in einer Welt der Vielfalt zu überleben“. Als Frau – und ich denke, auch einfach als Mensch!

Manche dieser Vorschläge liegen so auf der Hand und auf dem gesunden Menschenverstand, möchte man meinen, sind aber trotzdem notwendig. Andere ihrer Vorschläge sind außerordentlich originell, im ersten Moment ungewöhnlich und dann doch völlig klar.

„Liebe Ijeawele“ ist ein prima Buch für junge (und alte) Eltern, und für alle, die mit Kindern zu tun haben, speziell mit Mädchen, aber im Umkehrschluss gilt das alles ja auch für Jungs, oder die sich über Menschen, Gesellschaft und den kleinen (und manchmal auch großen) Unterschied Gedanken machen!

Chimamanda Ngozi Adichie / Liebe Ijeawele… Wie unsere Töchter selbstbestimmte Frauen werden

Aus dem Englischen von Anette Grube
Fischer Taschenbuch

8.00 €