Buchtipps

Sophia Jungmann und Karen Nölle Ein Haus mit vielen Zimmern. Autorinnen erzählen vom Schreiben

Empfohlen von Oliver Fründt

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Das ist eine schöne Zusammenstellung von Texten, Essays, Erzählungen, Reden und Gedichten über das Schreiben und Büchermachen, die ich außerordentlich spannend und anregend finde.


Das geht von der „Leeren Seite“ am Anfang – eine Geschichte von Tania Blixen – , über „Fünf Erzählungen und ein Thema“ von Claire Lispector, „Mädchen in Betriebnahme“ von Antje Ravic Strubel und „Berufe für Frauen“ – eine Rede von Virginia Woolf – , bis es „Am Ende“ (Annette Pehnt) anlangt.

Plus einige andere Texte von Margaret Atwood, Sylvia Plath, Ali Smith, Tove Jansson, Janet Frame und Siri Hustvedt. Sowie mehrere Gedichte der wunderbaren Nora Gomringer.

Zutiefst begeistert und berührt hat mich „Der Ausflug der toten Mädchen“ von Anna Seghers. Vierzig Seiten, die ein wenig spröde beginnen, es aber voll in sich haben. Alleine dafür lohnt sich dieses Buch!
Aber auch Judith Schalanskys Beschreibung ihrer Arbeit als Autorin u n d Buchgestalterin ist unglaublich spannend.

Dieses Buch habe ich mir häppchenweise über das Jahr verteilt gegönnt. Das war eine richtig schöne Begleitung. Und es zeigt, erst im Titel und dann in den Texten, daß das Schreiben und die Literatur eben „Ein Haus mit vielen Zimmer“ sind.

Sophia Jungmann und Karen Nölle / Ein Haus mit vielen Zimmern. Autorinnen erzählen vom Schreiben


hrsg. von Sophia Jungmann und Karen Nölle
edition fünf

19.90 €