Buchtipps

Stephen Greenblatt Die Wende. Wie die Renaissance begann

Empfohlen von Lisa Stöhr

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Bei der Büchergilde leider vergriffen!

An einem kalten Wintertag 1417 nähert sich der Humanist und Bücherjäger Poggio einem Kloster in Süddeutschland. Er weiss nicht (hofft aber Ähnliches), dass er dort das längst vergessene Gedicht „de rerum natura“ des römischen Dichters Lukrez wiederfinden und damit die kommende kulturgeschichtliche Wende, die Renaissance, entscheidend beeinflussen wird.
Stephen Greenblatt schafft es in diesem Werk, Geschichte vor dem geistigen Auge entstehen zu lassen, ohne dabei die zugrunde liegende These aus dem Auge zu verlieren.
Er erzählt von den Problemen mittelalterlicher Mönche, die Texte kopieren müssen, von der Entstehung von privaten wie öffentlichen Bibliotheken im antiken Griechenland sowie von Ausgrabungen im zerstörten Herculaneum.
Gerade durch diese scheinbar erst mal unbedeutenden Details gelingt es Greenblatt, ein lebendiges Bild der Verhältnisse zu zeichnen, die zu diesem bedeutenden Umbruch zur Neuzeit hin geführt haben. Mal ganz davon abgesehen, wie interessant diese Fakten in sich sind!
Darüber hinaus ist Greenblatts eher narrativer Schreibstil leicht und unterhaltsam zu lesen, so dass dieses Buch auch Menschen zu empfehlen ist, die nur selten Sachbücher lesen.
„Die Wende“ wurde in diesem Jahr mit dem Pulitzerpreis ausgezeichnet!

Stephen Greenblatt: Die Wende – Wie die Renaissance begann
Die abgebildete Büchergilde-Ausgabe ist leider vergriffen.
Siedler Verlag, gebunden, Euro 24,99
Pantheon Verlag, kartoniert, Euro 14,99

Stephen Greenblatt / Die Wende. Wie die Renaissance begann

Siedler Verlag

24.99 €