Buchtipps

Sven Regener Der kleine Bruder

Empfohlen von Felicitas Becker

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Auch als Taschenbuch erhältlich!

Der dritte und letzte Band über Frank Lehmann fängt genau da an, wo der zweite „Neue Vahr Süd“ aufhört: 1980, nach seinem „Selbstmordversuch“ und der daraus folgenden Entlassung aus dem Wehrdienst ist der Protagonist auf dem Weg nach Berlin um den großen Bruder zu treffen. Problem nur: der ist nicht da.
Trotzdem ist viel zu tun, auch wenn weder Punks, noch Künstler, Hausbesetzer oder gar der Mitbewohner Karl, den Frank von Anfang an nicht leiden konnte, seine Fragen nach Manni beantworten können oder wollen, arbeitet er plötzlich an allen Ecken und Enden. Wie es so weit kommen konnte kann er sich allerdings nicht erklären.
Die Stärke des Romans liegt, wie schon bei den vorherigen Teilen, in den skurrilen, aber doch realistischen Figuren und den zynischen Kommentaren des Protagonisten zu den teils absurden Situationen, in denen er sich ohne es zu wollen immer wieder befindet. Der darin liegende Humor wirkt dabei nicht übertrieben und regt selten zum lauten Lachen an, sondern lässt den Leser eher während des gesamten Lesens leicht Grinsen und macht die Geschichte kurzweilig ohne, dass sie platt wird.
Ich denke, dass dieser Roman auch für sich genommen sehr lesenswert ist, trotzdem sei Ihnen an dieser Stelle auch der erste, „Herr Lehmann“ (Goldmann Verlag, 8,95 €) und der zweite Teil, „Neue Vahr Süd“ (Goldmann Verlag, 9.95€) ans Herz gelegt. (Bei der Büchergilde sind die beiden Titel leider schon längst vergriffen)
Die abgebildete Büchergilde-Ausgabe ist leider vergriffen.
Eichborn Verlag, Euro 19,95
Goldmann Verlag, Taschenbuch, Euro 9,95

Sven Regener / Der kleine Bruder

Eichborn Verlag

19.95 €